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Was ist eine Baumbestattung?

Eine Baumbestattung ist formal eine Unterkategorie von Naturbestattungen. Und eine eigene Kategorie von Beisetzungsformen, bei denen der Sarg oder die Urne am Fuße eines Baumes beigesetzt wird.

Richtig müsste es daher „Baumbeisetzung“ heissen. Doch hat sich der Begriff „Baumbestattung“ eher etabliert. Viele Menschen setzen diese Beisetzungsform auch fälschlicherweise mit einer Marke gleich.

Das Konzept Baumbestattungen kamen zu Beginn des 21. Jahrhunderts aus der Schweiz nach Deutschland. Ein privater Anbieter – die Firma Friedwald – begann damit, Wälder als Friedhöfe ausweisen zu lassen und dort Urnen beizusetzen. Da dieses Unternehmen sehr stark in Werbung investierte, wurde der breiten Öffentlichkeit in wenigen Jahren die Marke „Friedwald“ bekannt.

Und ähnlich wie der Markenname „Tempo“ über viele Jahre mit dem Produkt „Papiertaschentuch“ gleichgesetzt wurde, ist für viele ein „Bestattungswald“ ein „Friedwald“.

Schnell fand das Konzept Nachahmer und kurze Zeit später ging die Firma „Ruheforst“ mit einem ähnlichen Angebot and den Start.

Beide Anbieter erfreuten sich mit Ihrem Dienstleistungsangebot großer Beliebtheit. Gelang es doch, das Konzept mit dem romantisch anmutenden Bild zu Verknüpfen, „die Natur würde die Grabpflege übernehmen“.

Zu dieser Zeit gab es keine vergleichbaren Angebote auf kommunalen oder gar kirchlichen Friedhöfen. Dort herrschte eher die Hoffnung, traditionelle Grabarten weiterhin verkaufen zu können.

Doch der Erfolg der privaten Bestattungswälder führte dort zu einem Umdenken. Denn tatsächlich bekamen die Kommunen immer mehr Probleme, wenn „die Verstorbene in den Wald“ gingen.

Heute gibt es neben einer Vielzahl privater Anbieter – wie dem Friedewald in Radebeul – auch von Kommunen betriebene Bestattungswälder und zunehmend auch Angebote auf örtlichen Friedhöfen.

Wer diese Beisetzungsform in einem Bestattungswald interessant findet ist gut beraten, die Vorteile und Nachteile gegeneinander abzuwägen.

Vorteile

  • kein Aufwand beziehungsweise keine Kosten für Grabpflege
  • der Grabplatz kann zu Lebzeiten selbst ausgewählt werden
  • Trauerfeier „unter freiem Himmel“ (wetterabhängig)

Nachteile

  • meist keine Anbindung an öffentlichen Personennahverkehr
  • keine Beleuchtung am Abend
  • schlechter Zugang bei Regen und Schnee
  • nur Urnenbeisetzungen möglich

Weitere Informationen zu Beisetzungsformen und Grabarten finden Sie auch hier.

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema „Baumbestattung“ haben, lassen Sie es uns bitte wissen.

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