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Beerdigung

Beerdigung, Beisetzung oder Bestattung – wo liegen die Unterschiede? Verstirbt ein Mensch, so bieten sich diverse Möglichkeiten, ihn zu beerdigen oder ihn beizusetzen. Doch worin unterscheiden sich diese eigentlich voneinander?

Beerdigung bekannteste Form der Beisetzung

Schon seit Jahrtausenden ist es in vielen Weltreligionen üblich, den Körper zu beerdigen – ihm also eine irdische Begräbnisstätte zu geben, aus der heraus er dem Glauben nach auferstehen kann.

Auch heute noch wird diese Form der Beisetzung besonders oft genutzt. Särge und Urnen können ohne Probleme dem Erdreich anvertraut werden und der Verstorbene findet so seine letzte Ruhestätte.

Wird aber eine Urne beispielsweise in einer Urnenwand oder Urnenstele beigesetzt, trifft der Bezug zur „Erde“ im Wort „Beerdigung“ nicht. Deshalb nutzt man korrekterweise das Synonym „Beisetzung“ für die Verbringung der sterblichen Überreste eines Menschen an seinen „letzten Ort“.

Beerdigung im Bestattungswald

Im Kontext einer Naturbestattung trifft dann wieder der Begriff „Beerdigung“. Denn in einem Bestattungswald – etwa in einem Friedwald oder Ruheforst – wird die Urne wortwörtlich am Fuße eines Baums in der Erde beigesetzt – also: beerdigt.


Was eine Bestattung im Wald ist und welche Vorteile und Nachteile dies hat, haben wir in einem anderen Beitrag behandelt: Was ist eine Baumbestattung?

Auch ein Bestattungswald ist ein Friedhof

Da eine Beisetzung in Deutschland ausschließlich auf einem Friedhof stattfinden darf, sind alle Bestattungswälder formal als Friedhöfe ausgewiesen.

Ruhefrist und Nutzungsdauer

Das Sächsische Bestattungsgesetz regelt die sogenannte „Ruhefrist“. Für diese Dauer von 20 Jahren darf ein Grab nicht verändert oder anderwärtig genutzt werden.

Darüber hinaus legt der jeweilige Friedhofsträger die „Nutzungsdauer“ fest. Das ist dann – in der Regel eine Dauer von 20 bis 30 Jahren – die Zeit, für die man das Nutzungsrecht eines Grabens „auf Zeit“ erwirbt. Also eher eine Miete als ein Kauf. Bei Wahlgräbern – im Gegensatz zu Reihengräbern – kann die Nutzungsdauer nach Ablauf meist verlängert werden.

Allgemeines zur Beisetzung

Jedoch ist es je nach Wunsch des Verstorbenen oder dessen Angehörigen auch möglich, den Körper nicht in einem Erd-Grab beizusetzen, sondern ihn etwa auf See oder in einer Urnenwand oder Urnenstele zu bestatten.

Der Begriff der Beisetzung stammt im Ursprung aus dem Mittelalter und meint in etwa, dass alles an seine richtige Stelle zu fügen ist.

Ähnlich zur Beerdigung ist aber der Umstand, dass auch die Beisetzung üblicherweise in einem würdevollen Rahmen stattfindet, in dem sich Freunde und Familienmitglieder zur Verabschiedung des Verstorbenen treffen.

Unterschiede zur Bestattung

Sowohl die Beerdigung als auch der Überbegriff Beisetzung sind mit der Aufgabe verbunden, den Körper des Verstorbenen zur letzten Ruhe zu betten.

Die Arbeit eines Bestatters umfasst aber sehr viel mehr Tätigkeiten. Von einer Bestattung ist also immer dann die Rede, wenn zusammenfassend alle Aufgaben und Maßnahmen gemeint sind, die der Bestatter erledigt. Das sind:

  • Überführungen des Verstorbenen
  • Hygienische Versorgung des Verstorbenen
  • Empfindsame Betreuung und Beratung der Angehörigen
  • Erstellung Traueranzeige und Trauerdrucksachen
  • Einrichtung Gedenkseite
  • Trauerrede bei weltlichen Trauerfeiern
  • Organisation, Planung und Durchführung der Trauerfeier
  • Dekoration, Trauermusik bei der Trauerfeier
  • und vieles mehr…

Auch der Begriff Bestattung leitet sich aus einer altertümlichen Redewendung ab – der Tote soll an „seine Statt“ gebracht werden.

Die Vielfalt der Möglichkeiten

Im modernen Bestattungswesen stehen die Wünsche der verstorbenen Person und ihrer Angehörigen im Vordergrund. Ob der Verstorbene in der Erde des Friedhofes oder eines Waldes begraben, ob er auf See oder in einer Urnenstele beigesetzt wird, das kann individuell entschieden werden.

Auch die konkrete Ausgestaltung der Bestattung wird persönlich entworfen. Denn von einer kleinen Trauerfeier bis hin zur großen Zeremonie stehen unterschiedliche Optionen offen.

Gerne betreuen und beraten wir Sie persönlich und kompetent und zeigen auf, welche Möglichkeiten jeweils zur Verfügung stehen.

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